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Das Master-Fernstudium Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit

Qualifizierung für Tätigkeiten in staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen

Unter- und Fehlentwicklungen stellen nach wie vor die größten Probleme dar, vor denen die Weltgemeinschaft steht. Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung hat sich mit der Agenda 21 der Vereinten Nationen für die Entwicklungszusammenarbeit als zentrales und handlungsleitendes Leitbild durchgesetzt. Der Master-Fernstudiengang "Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit" qualifiziert die Teilnehmenden berufsbegleitend für Tätigkeiten in staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus fördert er auch die Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten in anderen Bereichen wie Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen.


Zielgruppe

Der zweijährige Master-Fernstudiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen jeglicher Fachrichtung mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung. Insbesondere wendet sich dieses Studium an haupt- und nebenberufliche Mitarbeiter in der Entwicklungszusammenarbeit sowie an Personen, die sich auf eine Tätigkeit in diesem Bereich wissenschaftlich vorbereiten möchten.


Zielsetzung

Neben der Einführung in Grundlagen und Konzepte nachhaltiger Entwicklung werden verschiedene Handlungsfelder der Entwicklungszusammenarbeit dargestellt und relevante Konzepte der Nachhaltigkeit erarbeitet. Der Studiengang ist interdisziplinär angelegt und kombiniert ökonomische, ökologische und sozialwissenschaftliche Inhalte mit Fokus auf den Kontext der Entwicklungszusammenarbeit. Das Fernstudium schließt mit dem akademischen Grad „Master of Arts“ (M.A.) ab.


Zulassungsvoraussetzungen


  1. Hochschulabschluss (Universität, Fachhochschule) und Berufstätigkeit
  2. ohne ersten Hochschulabschluss bei mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung mit Eignungsprüfung


Berufstätigkeit


Für a) Hochschulabschluss (Universität, Fachhochschule) und Berufstätigkeit

ist mind. einjährige Berufserfahrung nach dem Erststudium erforderlich. Umfasst das abgeschlossene Erststudium weniger als 210 ECTS-Punkte, ist für den erfolgreichen Abschluss des Fernstudiums zusätzlich einschlägige Berufstätigkeit spätestens bis zum Studienabschluss nachzuweisen. Pro Jahr einschlägiger Berufstätigkeit, die zeitlich nach dem Erststudium liegen muss, können den betreffenden Studierenden 30 ECTS-Punkte angerechnet werden, was gleichzeitig das Maximum der Anrechnungsmöglichkeit darstellt. Näheres regelt die Prüfungsordnung.


Für b) ohne ersten Hochschulabschluss bei mehrjähriger einschlägiger Berufserfahrung mit Eignungsprüfung
muss die mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung durch eine Tätigkeit im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und/oder im Feld des Nachhaltigkeitsmanagements erworben worden sein.



Eignungsprüfung (nur relevant für Personen ohne ersten Hochschulabschluss)

Zugang erhalten auch Bewerber/innen, die über keinen ersten Hochschulabschluss verfügen. Nach den Bedingungen des neuen Hochschulgesetzes in Rheinland-Pfalz* wird im Studiengang Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit für diese Personengruppe die sogenannte Eignungsprüfung angeboten.

Durch die Eignungsprüfung soll festgestellt werden, ob die beruflichen Qualifikationen und die fachlichen Voraussetzungen der Bewerber/innen mit denen eines abgeschlossenen grundständigen Studiums vergleichbar sind.
Die Eignungsprüfung erfolgt in drei Schritten:
1. Einreichen der Bewerbungsunterlagen,
2. schriftliche Prüfung
3. mündliche Prüfung (an der TU Kaiserslautern).


Einzureichende Bewerbungsunterlagen („Portfolio“):

  • Formloser Antrag auf Zulassung zur Eignungsprüfung
  • Motivationsschreiben zur Begründung des Studienwunsches von maximal 3000 Zeichen: bisherige Kompetenzentwicklung detailliert darlegen und durch qualifizierte Anlagen belegen (Aufgabenbereiche, Weiterbildungsteilnahmen, Projekte, Arbeitszeugnisse),
  • tabellarischer Lebenslauf,
  • Schulzeugnisse und ggf. Ausbildungszeugnisse,
  • Nachweis über Prüfungsleistungen die im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen erbracht wurden,

Die Zeugnisse, Bescheinigungen und sonstige Nachweise sind in amtlich beglaubigter Fotokopie vorzulegen.


Die Bewerbungsunterlagen für die Eignungsprüfung werden bis zum 30. Juni eines jeden Jahres angenommen. Bei erfolgreichem Bestehen der Eignungsprüfung können sich diese KandidatInnen am regulären Bewerbungsverfahren zur Aufnahme des Fernstudiums im Zeitraum vom 15. Mai bis zum 31. August beteiligen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Bewerbung (sowohl mit als auch ohne ersten Hochschulabschluss).


* HochSchG in der Fassung vom 19. November 2010 (GVBl. S. 463), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 2011 (GVBl. S. 455), §§35, 65


Ablauf und Organisation

Die Regelstudienzeit als Teilzeit- bzw. berufsbegleitendes Studium einschließlich Prüfungszeit beträgt vier Semester. Eine Studienunterbrechung ist möglich. Die Vorlesungen, Übungen und Seminare werden beim Fernstudiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ mit schriftlichen Studienmaterialien (Studienbriefen im PDF-Format) vermittelt, die speziell für das Fernstudium entwickelt wurden. Diese sind online abrufbar und können gegen Aufpreis auch in gedruckter Form bestellt werden Für die Bearbeitung der Studien- und Prüfungsleistungen ist ein wöchentlicher Zeitaufwand von ca. 15-20 Stunden erforderlich.

 

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Präsenzveranstaltungen

Für alle Studierenden des Fernstudiengangs „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ findet gegen Ende der ersten drei Semester jeweils eine verpflichtende Präsenzveranstaltung statt. Dabei werden Studieninhalte im Rahmen von Gruppenarbeiten und Workshops vertieft, Fragen zu den Studienbriefen erörtert und die praktische Umsetzung der Studieninhalte diskutiert. Teil der Präsenzveranstaltungen des 1. und 2. Semesters sind schriftliche Prüfungen (Klausuren).

Studierende, die Präsenzveranstaltungen aufgrund eines dauerhaften beruflichen Auslandsaufenthalts nicht besuchen können, bietet sich unter Umständen die Möglichkeit, auf Antrag die schriftliche Klausur bei einem Goethe-Institut oder einer deutschen Botschaft abzulegen.

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Studieninhalte

Der Fernstudiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ umfasst zehn Studienmodule. Diese beinhalten unter anderem die Bereiche Nachhaltige Entwicklung in der Entwicklungszusammenarbeit, Nachhaltigkeit im regionalen Kontext, Nachhaltiges Ressourcenmanagement, Politik der Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit & Wassermanagement, Evaluierung von Nachhaltigkeit, Good Governance & Civil Society, Soziale Sicherung. Weitere Informationen finden Sie im Download-Bereich, immer erreichbar über den Link in der Download-Box rechts oben in der Navigationsleiste.

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Autoren & Module

Das Studium beinhaltet folgende Module:

Modul Lehrbriefe, Titel Autoren/innen
EZ 0100 Nachhaltige Entwicklung in der Entwicklungszusammenarbeit
EZ 0110: Grundlagen nachhaltiger Entwicklung
EZ 0120: Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung
Prof. Dr. Michael von Hauff
Dr. Imme Scholz
PD Dr. Wolfgang Meyer

EZ 0200 Good Governance & Civil Society
EZ 0210: Good Governance
EZ 0220: Civil Society
Prof. Dr. Franz Nuscheler
Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost
Dr. Rainer Sprengel
EZ 0300 Die Politik der Nachhaltigkeit
EZ 0310: Die Nachhaltigkeitsstrategie des BMZ
EZ 0320: Die EU-Nachhaltigkeitsstrategie
Prof. Dr. Raimund Bleischwitz
PD Dr. André Martinuzzi
Ursula Kopp
EZ 0400 Nachhaltigkeit im internationalen Handels- und Dienstleistungsbereich
EZ 0410: Fair Trade
EZ 0420: Nachhaltiger Tourismus
Prof. Dr. Michael von Hauff
Prof. Dr. Wolfgang Stradas
EZ 0500 Nachhaltigkeit im regionalen Kontext
EZ 0510: Urban Sustainability – urbane Nachhaltigkeit
EZ 0520: Das Eco-Industrial-Park-Konzept für Industrieparks
Prof. Dr. Frauke Kraas
Mareike Kroll
Prof. Dr. Robert Holländer
EZ 0600 Ernährungssicherheit und Wassermanagement
EZ 0610: Nachhaltiges Wassermanagement in Entwicklungsländern
EZ 0620: Nachhaltige Landwirtschaft
Dr. Susanne Neubert
PD Dr. Brigitte Kaufman
Prof. Dr. Oliver Hensel
EZ 0700 Anforderungen an nachhaltige Systeme sozialer Sicherung
EZ 0710 Nachhaltige Systeme sozialer Sicherung
ET 0720 Bildung für nachhaltige Entwicklung
Prof. Dr. Beate Bergé
Prof. Dr. Gerd Michelsen
rof. Dr. Gerd Michelsen

 

EZ 0800 Nachhaltiges Ressourcenmanagment
EZ 0810: Nachhaltige Energieversorgung
EZ 0820: Nachhaltiges Ressourcenmanagement
Prof. Dr. Peter Hennicke
Prof. Dr. Raimund Bleischwitz
EZ 0900 Sozial- und Umweltstandards in wirtschaftlichen Prozessen
EZ 0910: Sozial- und Umweltstandards
EZ 0920: Das CSR-Konzept in Unternehmen
Prof. Dr. Hermann Sautter
Prof. Dr. Michael von Hauff
EZ 1000 Nachhaltiges Projektmanagement und Evaluation
EZ 1010: Nachhaltiges Projektmanagement
EZ 1020: Evaluation von Nachhaltigkeit
Prof. Dr. Bernd Kochendörfer
Prof. Dr. Reinhard Stockmann

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Leseproben

Leseproben zu ausgewählten Modulen im PDF-Dokumentenformat:

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Prüfungsleistungen

Der verpflichtende Gesamtumfang des Fernstudiengangs "Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit " beträgt 90 Leistungspunkte bzw. 2.250 Stunden Student Workload. Um die Leistungspunkte zu erreichen, sind Leistungsnachweise in Form von Einsendeaufgaben, zwei Klausuren, einer Fallstudie, einer Hausarbeit und der Masterarbeit erforderlich. Nachdem alle Studien- und Prüfungsleistungen sowie die Masterarbeit erbracht sind, schließt der Fernstudiengang mit dem akademischen Grad "Master of Arts" (M.A.) ab. Der erfolgreiche Abschluss wird durch folgende Dokumente bescheinigt:

  • Zeugnis der TU Kaiserslautern
  • Urkunde über die Verleihung des akademischen Grads Master of Arts
  • Diploma Supplement (DS) in englischer Sprache

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Kosten

Das Studienentgelt für den Fernstudiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ beträgt EUR 740 pro Semester, hinzu kommt ein Sozialbeitrag in Höhe von EUR 90 pro Semester. Das Entgelt versteht sich exklusive Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten. Mit der Anmeldung der Masterarbeit wird ein einmaliges Prüfungsentgelt von zurzeit EUR 500 erhoben. Ab dem dritten Semester über die Regelstudienzeit hinaus wird ein reduziertes Entgelt in Höhe von 30 Prozent des Semesterentgelts festgesetzt, unbeschadet des Entgelts für die Masterarbeit. Das Studienentgelt unterliegt nicht der MwSt. und kann steuerlich absetzbar sein, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

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Förderung

Bei der Finanzierung unterstützt Sie der Staat durch individuelle Steuererleichterungen. So können Sie die Kosten abhängig von Ihrem persönlichen Steuersatz und Ihrer beruflichen Situation als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend machen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Finanzamt oder Steuerberater beraten. Bund und Länder fördern Ihre berufliche Weiterbildung unter Umständen mit so genannten Bildungs- und Qualifizierungschecks. Informationen dazu finden Sie auch im Internet, beispielsweise unter www.bildungspraemie.info.

Häufig beteiligen sich auch Arbeitgeber an den Kosten von Qualifikationsmaßnahmen ihrer Mitarbeiter. Eine weitere Möglichkeit sind zinsgünstige Bildungskredite, die von Bund, Ländern und Banken, etwa der KfW, angeboten werden. Eine finanzielle Förderung nach dem Sozialgesetzbuch (SBG III) oder dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist leider nicht möglich.

Gerne informieren wir Sie über die Fördermöglichkeiten telefonisch oder im persönlichen Gespräch.

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Akkreditierung

Der Fernstudiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ ist für die Vergabe des akademischen Grades „Master of Arts“ akkreditiert. Verantwortliche Agentur für die Durchführung des Akkreditierungsverfahrens: FIBAA (www.fibaa.de)

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Bewerbung

Sie können sich für den Fernstudiengang „Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit“ von Mitte Mai bis zum 31. August des jeweiligen Jahres bewerben. Hier finden Sie die aktuelle Bewerbungsfrist. Der Studienbeginn liegt Anfang Oktober. Die Unterlagen stehen für eine schriftliche Bewerbung auch zum Download zur Verfügung.