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Fachliche Leitung: Prof. Dr. Karen Joisten

 

Technologien und unser Umgang mit ihnen

Angesichts der rasanten Entwicklung der technischen Welt und der fortschreitenden Digitalisierung ist heutzutage kein Lebensbereich des Menschen ohne Technik denkbar. Umso wichtiger wird die ethische Bewusstseinsbildung. Durch kritisches Hinterfragen der Technik und Technologie auf einer Grundlegungs- und Anwendungsebene mit Hilfe einer Technoethik sollen neue Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit technischen Neuerungen gewonnen werden.

Zielgruppe

Der deutschsprachige Fernstudiengang richtet sich unter anderem an Personen aus den Bereichen Natur- und Ingenieur­wissenschaften, Gesundheitsmanagement, Informatik, medizinischer Informatik, medizinischer Ethik, IT-Beratung und Systemmanagement sowie an Ärzt*innen, medizinisches Fachpersonal sowie Pflegekräfte.

Zielsetzung und Abschluss

Der Zertifikatsstudiengang bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ethische Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen zu erarbeiten, um im breiten Feld der Technologie ethische Sachverhalte und Probleme zu verstehen und zu den ethischen und theoretischen Anforderungen selbstständig Stellung zu beziehen. Dabei werden die erlernten Arbeitsmethoden angewendet und kritisch-konstruktive Positionen und Lösungsvorschläge formuliert.

Der erfolgreiche Abschluss wird durch ein Zeugnis der Technischen Universität Kaiserslautern sowie ein universitäres Zertifikat bescheinigt.

Das Studienkonzept

Studieninhalte

Der Zertifikatsstudiengang umfasst zehn Wahlpflicht- und Pflichtmodule. Diese beinhalten unter anderem die Themen

  • Ethische Grundlagen und Grundpositionen,
  • Ethischen Fragen der Digitalisierung,
  • Angewandte Ethik, Technikfolgenabschätzung, Technoethik,
  • Big Data und Ethik,
  • Daten, Informationen und Ethik,
  • Digitale Transformation im Bereich der Medizin,
  • Ethische Herausforderungen in der Anwendung digitaler Technologien im Gesundheitswesen,
  • Ethische Herausforderungen durch informatische Eingriffe,
  • Ethische Orientierung im digital transformierten Gesundheitswesen,
  • Mensch-Maschine-Interaktion.

Zugangsvoraussetzungen

Bewerben können sich Personen mit einem abgeschlossenen mindestens sechssemestrigen Hochschulstudium jeglicher Fachrichtung.

Interessierte ohne ersten Hochschulabschluss haben die Möglichkeit, sich mit ausreichend einschlägiger Berufstätigkeit über eine Eignungsprüfung für das Studium zu qualifizieren.

Rechtsverbindliche Informationen finden Sie in der Prüfungsordnung des Studiengangs.

Ablauf und Organisation

Der Zertifikatsstudiengang Technoethik hat eine Regelstudienzeit von zwei Semestern (berufsbegleitend). Verpflichtende Präsenzphasen finden in der Regel einmal pro Semester an einem (verlängerten) Wochenende in Kaiserslautern statt. Schriftliche Prüfungen, die ein Modul abschließen, sind Teil von Präsenzphasen.

Für die Studien- und Prüfungsleistungen ist ein wöchentlicher Zeitaufwand von etwa 15 Stunden erforderlich. Diese Leistungen sind unter anderem in Form von Einsendeaufgaben und Klausuren zu erbringen.

Auf einen Blick

Das Studienentgelt beträgt zurzeit 1.450 Euro pro Semester. Hinzu kommt ein Sozialbeitrag, der ab dem Sommersemester 2023 bis auf Weiteres 112 Euro pro Semester betragen wird. Nicht enthalten sind Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten im Rahmen der Präsenzphasen. Im ersten Semester über die Regelstudienzeit hinaus fällt lediglich der Sozialbeitrag an. Ab dem zweiten Semester über die Regelstudienzeit hinaus wird ein reduziertes Entgelt in Höhe von 30 Prozent des Semesterentgelts festgesetzt. Das Studienentgelt unterliegt nicht der MwSt. und kann steuerlich absetzbar sein, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Antrag auf Ratenzahlung ist möglich.

Änderungen vorbehalten.

Durch die Eignungsprüfung für beruflich Qualifizierte ohne Hochschulabschluss soll festgestellt werden, ob die fachliche Voraussetzung der Bewerbenden mit der eines abgeschlossenen grundständigen Studiums vergleichbar ist. Der Antrag auf Zulassung zur Eignungsprüfung muss der Abteilung für Fernstudienangelegenheiten zugesandt werden.

Informationen zu den Fristen und Anforderungen werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Der Zertifikatsstudiengang beginnt zum Wintersemester im Oktober jeden Jahres. Informationen zum Bewerbungsverfahren und den Fristen werden hier zur Verfügung gestellt.

Die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Studiengangs Technoethik sind in der Prüfungsordnung festgelegt.

Die fachliche Leitung des Zertifikatsstudiengangs hat Prof. Dr. Karen Joisten (TU Kaiserslautern) inne. Der Studiengang ist Mitglied der Mint.online – Bildungsallianz.

Der Zertifikatsstudiengang hat eine interne Qualitätssicherung im Rahmen der Systemakkreditierung der TU Kaiserslautern durchlaufen.

Je nach persönlichem Interesse können das Zertifikat „Basiswissen Technoethik“ und die beiden Spezialisierungszertifikate im Bereich der Medizin „Technoethik der Medizin“ oder im Bereich der Informationswissenschaften „Technoethik der Informatik“ erworben werden.

Das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) verpflichtet alle in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte – unabhängig davon, ob sie niedergelassen, ermächtigt oder angestellt sind – dazu, sich kontinuierlich beruflich fortzubilden. Der Fortbildungspflicht nachkommen müssen also nicht nur Vertragsärztinnen und -ärzte (§ 95 d SGB V), sondern auch die in Krankenhäusern tätigen Fachärztinnen und -ärzte (§ 136 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V). Insgesamt sind alle fünf Jahre mindestens 250 Fortbildungspunkte nachzuweisen. Wird die Fortbildungspflicht nicht erfüllt, drohen verschiedene berufsrechtliche Sanktionen, wie Honorarkürzungen oder gar Entziehung der Zulassung / Widerruf der Ermächtigung bzw. Anstellungsgenehmigung.

Im Rahmen der erfolgreichen Teilnahme an der Spezialisierung „Technoethik der Medizin“ können die Studierenden 100 Fortbildungspunkte (CME-Punkte) erwerben. Der Zertifikatsstudiengang Technoethik mit der Spezialisierung „Technoethik der Medizin“ ist von der Akademie für ärztliche Fortbildung in Rheinland-Pfalz als Fortbildungsveranstaltung anerkannt und der Kategorie D (Fortbildungsbeiträge in Print- oder elektronischen Medien mit anschließender Lernkontrolle) zugeordnet.

Das Wesen eines Fernstudiums besteht darin, dass die Studierenden nicht zur Hochschule kommen, sondern die Hochschule gewissermaßen zu den Studierenden kommt. Sowohl die Studienorganisation als auch die didaktische Ausrichtung der Studienmaterialien orientieren sich am Konzept des „Independent Learning“: Die Eigenverantwortlichkeit der Lernenden für ihren Lernprozess wird durch ein Lehr-Lernarrangement unterstützt, das aus einer Kombination von Selbstlernmaterialien, Präsenzphasen und onlinebasierter Interaktion im Online-Campus besteht. Jeder Studiengang verfügt über diese virtuelle Lernumgebung, die durch den gesamten Verlauf des Studiums leitet. In den Präsenzphasen werden die im Selbststudium erarbeiteten Inhalte im Rahmen von Übungen und Gruppenarbeiten vertieft und vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen diskutiert.

Wir sind gerne für Sie da

Dr. Réka Vágvölgyi
Dr. Réka Vágvölgyi
Programmmanagement Financial Engineering
+49 631 205-5367
financialeng [at] disc [dot] uni-kl [dot] de
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Vanessa André
Vanessa André, B.A.
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Fragen zu Bewerbungs- und Prüfungsverfahren beantwortet die Abteilung für Fernstudienangelegenheiten.